GWV - Wasser. Erdgas. Ideen.
Gas- und Wasserversorgung Fulda GmbH

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Historie der GWV Fulda

Die GWV Fulda als größtes Erdgas- und Wasserversorgungsunternehmen der Region ist im Jahr 2006 bereits über 140 Jahre alt. Tradition und Erfahrung, Aufbruch und Veränderung zeichnen unsere Unternehmensgeschichte aus.

Die Versorgung der Kunden der Region Fulda mit Erdgas, Trinkwasser und Wärme ist sicher keine unternehmerische Aufgabe wie manch andere. Sie ist ein Kernstück öffentlicher Daseinsvorsorge für die Bürger der ganzen Region. Wir blicken - bei aller Zukunftsorientierung - zurück auf eine lange Tradition, die eng mit den Bürgern der Stadt Fulda und der umliegenden Gemeinden verbunden ist. Wie wir wurden, was wir sind, präsentieren wir Ihnen in unserem geschichtlichen Überblick.

1862
Im Sommer des Jahres 1862 beschließt der Rat der Stadt Fulda, eine Gas-Straßenbeleuchtung einzurichten. Am 22. Dezember wird schließlich ein 'Comite' für die Errichtung einer Gasanstalt gegründet.

1863
Im Frühjahr schließt der Ingenieur Emil Spreng, Direktor des Gaswerks in Nürnberg, mit der Stadt Fulda einen Vertrag über die Errichtung eines Gaswerks, einer Straßenbeleuchtung und des dazugehörigen Leitungsnetzes ab. Der Kostenvoranschlag nennt als Bausumme 53.000 Taler. Am 18. Oktober wird das Gaswerk mit einem hochmodernen Retortenofen auf dem Gelände des ehemaligen Giesschen Gartens in Betrieb genommen. Kurz darauf beleuchten die ersten Gaslaternen Fuldas Straßen. Der Kubikmeter Gas kostet in dieser Zeit 31,8 Pfennige.

1875
Ein zweiter Retortenofen wird gebaut, in dem Kohle in das sog. 'Stadtgas' umgewandelt wird.

1880
Das Fuldaer Gasrohrnetz hat eine Länge von 10.000 m erreicht! Einige Jahre später ist die Zahl der Straßengaslaternen auf 205 Stück, die der Privatgaslampen sogar auf 1.991 Stück angestiegen.

1889
Die Geschichte der Fuldaer Wasserversorgung beginnt damit, dass die Stadt in der Gemarkung Gichenbach von der Kirchengemeinde Hettenhausen die 'Pfaffenwiese' erwirbt. Man beginnt mit dem Bau der 20 km langen Wasser-Transportleitung nach Fulda. Nach nur einem Jahr Bauzeit fließt das Wasser ohne Pumpenleistung in freiem Gefälle in den neuen Hochbehälter Kalvarienberg, in dem das Wasser gespeichert wird. 1891 bekommen von hier aus 980 Haushalte ihr Trinkwasser.

1895
Bau des Gasometers, in dem das produzierte Stadtgas gespeichert wird.

1896
Das Retortenhaus wird vergrößert und drei Gaserzeugungsöfen eingebaut. Außerdem errichten die Betreiber ein Reinigungshaus, eine Ammoniakfabrik und eine Koksbrechanlage. Die Gesamtkosten für all diese Arbeiten belaufen sich auf 146.000 Mark!

1912
Nachdem Strom als Hausbeleuchtungsenergie immer mehr an Bedeutung gewinnt,
müssen für das Gas neue Absatzmärkte erschlossen werden. Intensive Werbung für Koch- und Heizgas führt zum erwünschten Erfolg.

1918
Am Ende des Ersten Weltkriegs wird die Situation auch in Fulda immer schwieriger. Zitate aus dem Betriebsbericht: 'In den letzten Kriegsjahren waren die zustände … geradezu schrecklich zu nennen … Die Arbeitsunlust hemmte alles … Der Kohlenmangel nahm immer größere Dimensionen an …, so dass wir des Öfteren vor dem vollständigen Stilllegen des Werkes standen'.

1926
Da die Bevölkerungszahlen in Fulda steigen, wird ein zweiter Wasserhochbehälter mit 1.500 Kubikmetern Inhalt am 'Watschel' in Fulda - Ziehers Nord gebaut. Nur ein Jahr später folgt der Bau des dritten Hochbehälters mit 3.200 Kubikmetern Inhalt auf dem Frauenberg.

1932
Nach erfolgreicher Grundwasserbohrung bis in 60 m Tiefe wird in der Fulda-Aue ein Grundwasserpumpwerk errichtet. Außerdem wird in den 30iger Jahren ein Zwischenpumpwerk im Hochbehälter Frauenberg installiert. Dieses Pumpwerk stellt eine Verbindung zwischen hoher und niedriger Druckzone her.

1945
Der Zweite Weltkrieg hinterlässt auch in Fuldas Infrastruktur tiefe Wunden: Artilleriebeschuss hat den Gasbehälter zerbeult wie eine riesige Konservendose, das Stadtgas-Rohrnetz im Gaswerk ist von Bomben fast vollständig zerstört. Doch in Osthessen lässt man sich davon nicht unterkriegen – und packt nach Kriegsschluss umgehend den Wiederaufbau an.

1954
Industrielle Gasgroßabnehmer können nach Fertigstellung eines eigenen Mitteldrucknetzes direkt versorgt werden. Um den weiter wachsenden Bedarf an Gas längerfristig befriedigen zu können, wird außerdem ein Kugelhochdruck-Gasbehälter mit einem Fassungsvermögen von 8.000 Kubikmetern gebaut.

1963
Im Jahr des 100. Geburtstages zeichnet sich für die Fuldaer Gasversorgung eine völlig neue Entwicklung ab. Als Gesellschafterin der Gas-Union GmbH, Frankfurt, kommt die Stadt erstmals in den Genuss preisgünstigen Ferngases! Zwei Jahre später wird die Eigenerzeugung des Stadtgases endgültig stillgelegt.

1971
Die Fuldaer Stadtväter wandeln den kommunalen Eigenbetrieb Stadtwerke Fulda in die 'Gas- und Wasserversorgung Fulda GmbH' um.

1976
Die GWV Fulda erwirbt die Wasserversorgungsanlagen der Gemeinde Eichenzell – und erweitert dadurch ihr Wasserversorgungsgebiet. Die Gemeinde Eichenzell gewinnt einen kompetenten Partner.

1980
Die GWV Fulda erwirbt die Wasserversorgungsanlagen der Gemeinde Ebersburg. Ebenso wie bei Eichenzell vier Jahre zuvor gewinnt Ebersburg einen kompetenten Partner rund um das Thema Wasserversorgung.

1990
Wie schon im Jahre 1960 expandiert die GWV. Ein Um- und Erweiterungsbau des Betriebshofes mit Lager, Parkdeck und Tiefgarage, Techn. Verwaltung und Energieberatung bietet den Kunden noch besseren Service.

1991
Bau und Inbetriebnahme der Gasübernahmestation Fulda-Niesig.

1998
Das neue Geschäftsfeld 'Erdgasfahrzeuge' wird aufgebaut

1999
Die GWV gründet die Bäder Betriebs GmbH. Aufgabe dieses Unternehmens ist die Betriebsführung von Bädern – zunächst in Fulda.

2000
Die Veränderungen in der gesamten Energiebranche verlangen nach weitreichenden und visionären Ideen. Die GWV setzt im Bereich Marketing auf Service und Kundennähe, belegt durch eine vollkommen neue Imagekampagne mit interessanten Motiven.

2001
Bau und Inbetriebnahme sowie feierliche Einweihung durch den damaligen Oberbürgermeister Dr. Alois Rhiel der Erdgastankstelle Fulda an der B 27

2003
Ein weiterer Ausbau der Serviceleistungen des Dienstleistungsunternehmens GWV beinhaltet die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Kommunen und Städten im Geschäftsfeld 'Wasser'. Dabei ist eine Betriebsführung oder ein Erwerb der Wasserversorgung in verschiedenen Variationen möglich.

2004
Das Geschäftsfeld 'relaxWärme' wird begründet. Es bietet Erdgaskunden einen Rund-um-die-Uhr-Komfort. Dazu werden alle Fragen und Probleme zu Heizung, Schornsteinfeger, Wartung von den Vertragsinstallateuren der GWV übernommen.

2006
Eröffnung der Erdgastankstelle Lauterbach an der B 254 und in Fulda im Stadtteil Neuenberg.

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