Regeneratives Erdgas aus organischem Abfall Es ist erklärter politischer Wille in Deutschland den Anteil der regenerativen Energien deutlich anzuheben. Der Nutzung von Biomasse kommt dabei wachsende Bedeutung zu. Es sind bereits viele Biogas-Anlagen entstanden, die in der Regel nachwachsende Rohstoffe einsetzen, zum Beispiel Mais.
GWV und ihre Tochtergesellschaft Biothan GmbH gehen bewusst einen anderen Weg: In einer innovativen Anlage soll Biogas ausschließlich aus „biogenen Reststoffen“ erzeugt werden. Das sind vor allem Gülle, Lebensmittelreste und Fette. Anschließend wird das Biogas direkt vor Ort in Erdgas-Qualität aufbereitet. Dieses „Bio-Erdgas“ wird dann ins GWV-Netz eingespeist.
Überzeugende Vorteile: - Der Energiegehalt von biogenen Reststoffen der Region wird nutzbar gemacht.
- Die Abhängigkeit des heimischen Raums von importiertem Erdgas wird herabgesetzt.
- Die am Ende des Prozesses verbleibenden Reststoffe sind ein hochwertiger und nahezu geruchsfreier Dünger mit höherem Düngewert als Gülle.
- Die Anlage ist deutschlandweit ein umwelttechnisches „Leuchtturm-Projekt“.
Die Bio-Erdgas-Anlage entsteht derzeit auf einem ehemaligen Militärgelände in der Gemeinde Großenlüder. Im Sommer 2012 soll die erste Ausbaustufe ihre Produktion aufnehmen. Anschließend wird eine zweite Stufe realisiert. Das zukunftsweisende Projekt zur Erzeugung regenerativer Energie findet in allen gesellschaftlichen Kreisen Zustimmung. Es gehört zu den Preisträgern des renommierten Bundeswettbewerbs „365 Orte im Land der Ideen“ 2012.